Eröffnung des Magritte-Museums

Magritte ist der wichtigste belgische Maler des 20. Jahrhunderts und einer der zehn bekanntesten Maler der Welt. Und so öffnete am 2. Juni 2009 ein neues Museum im Herzen von Brüssel seine Pforten, das voll und ganz diesem Ausnahmekünstler gewidmet ist.


 

Das neue Magritte-Museum
© Suez

Herrlich gelegen am Place Royal, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Grand-Place und zum Palais Royal ist das MAGRITTE MUSEUM (BRUXELLES), das bis zu 650 000 Besucher pro Jahr erwartet, künftig eine der unumgänglichen Kulturadressen der Hauptstadt Europas – und auch weltweit dürfte es für Aufmerksamkeit sorgen.

Das neue Museum bezieht sein Quartier in dem eleganten neoklassizistischen Altenloh-Palais und birgt eine der umfangreichsten Gemäldesammlungen des bemerkenswerten Surrealisten..

Magritte, sein Leben 

René Magritte wird am 21. November 1898 in Lessines im belgischen Hennegau geboren. Seine Familie lässt sich 1910 in Châtelet nieder (Besuchen Sie das MAGRITTE-HAUS (CHATELET)).

René ist gerade einmal 14 Jahre alt als seine Mutter sich in den Fluss Sambre stürzt. Sie stirbt wenige Tage später, das Gesicht verhüllt von ihrem Nachtgewand. Dieses traumatische Bild brennt sich tief in das Gedächtnis des jungen Magritte ein und wird immer wieder leitmotivisch in seinem Werk auftauchen.


© Charly Herscovici, c/o SABAM-ADAGP, 2008

1917 zieht René nach Brüssel, wo er das Studium der Malerei an der Königlichen Akademie der Schönen Künste aufnimmt. Er heiratet Georgette, die ihm treue Gefährtin, Modell und Muse sein wird.

In den 20-er Jahren trifft er seine Weggefährten, mit denen gemeinsam er die Pfade des Surrealismus beschreitet. Magritte, dessen Einflüsse im Futurismus und dem Werk von Chirico zu suchen sind, ist der einzige Maler unter ihnen.

1930 zieht das Ehepaar nach Jette. Hier wird Magritte 24 Jahre lang leben und arbeiten. 

Sein Haus (RENÉ MAGRITTE MUSEUM (JETTE)), das seit 1999 für Besucher geöffnet ist, ist gleichzeitig Versammlungsort für seine belgischen Surrealisten- Freunde.

Die Gruppe trifft sich zudem gerne in der Schenke LA FLEUR EN PAPIER DORÉ (BRUXELLES), die von einem Kunsthändler und Freund Magrittes geführt wird.

1954 ziehen René und Georgette nach Schaerbeek, in die Rue des Mimosas, wo er im August 1967 verstirbt.